Schauspielerin Iris Berben ziert in der aktuellen Ausgabe das Cover der TV DIGITAL. Im Interview mit der Fernsehzeitschrift verrät sie: “Die Castingshows von Heidi Klum ertrage ich nicht!“. Iris Berben, die schon seit langer Zeit im Filmgeschäft dabei ist, nörgelt weiter: “Sie [Castingstars] durchleben künstliche Karrieren. DSDS, Germanys next Topmodel und Uri Gellers Magiersuche gaukeln dem Zuschauer eine Karriere über Nacht vor. Dabei ist ein Star ja jemand, der in unterschiedlichsten Jahren und Zeiten die Nase in den Sturm hält und nicht wegweht – und nicht nur dann, wenn der Sturm künstlich von einer Jury erzeugt wird. Ein Star ist langlebig und haltbar.“
Der Vergleich von DSDS und Germanys next Topmodel mit The Next Uri Geller ist schon etwas weit hergeholt und zeigt, dass sich Frau Berben zumindest mit der Zaubershow von Uri Geller nicht ausreichend befasst hat. Hierbei geht es schließlich nur um Unterhaltung, nicht einen neuen Star zu finden, der dann möglichst gewinnbringend vermarktet wird.
Dass die Lebensdauer von Germanys next Topmodel und dem DSDS-Gewinner nicht unbedingt lange ist, das ist denke ich jedem klar. Dennoch ist es für die Kandidaten eine Chance kurzfristig viel Erfolg zu haben und Geld zu verdienen, was sie ohne eine Castingshow nicht geschafft hätten. Beim Berben-Interview hat wohl auch ein wenig Frust mitgespielt, dass ihre GEZ-finanzierten Filme nicht an die Quoten von DSDS oder Germanys next Topmodel herankommen. Liebe Iris Berben, Castingshows müssen nun einmal kommerziell ausgerichtet sein, denn wie sie vielleicht wissen, bekommen Privatsender keine Millionen von den Steuerzahlern zugesteckt.