Die Knebelverträge von Germany’s next Topmodel

In Castingshows gehören sie mit zum Programm – Knebelverträge für die Kandidaten. Jetzt enthüllte die Bild Zeitung die geheimen Verträge von Germany’s next Topmodel, nach welchen die Mädchen bis zu 40% ihrer Gagen an ProSieben und die Model-Agentur “Face your Brand” abgeben müssen. Kurios – Die Agentur selbst gehört ebenfalls dem Tv-Sender. Anhand von zwei Knebelverträgen, welche der Bild exklusiv vorliegen, äussert sich Medienrechtler Dr. Thomas Schwirtzek gegenüber dem Blatt: „Sie sind sittenwidrig und nichtig. Außerdem sind die Papiere völlig intransparent. Heißt: Niemand kann sie ohne Anwalt verstehen!“ Doch was steht genau im Vertrag der Germany’s next Topmodels drin?

  • Die Models müssen im ersten Jahr insgesamt 40% ihrer Gagen an ProSieben und “Face your Brand” abgeben.
  • Im zweiten Jahr sind es 35% ihrer Einnahmen
  • Im dritten Jahr ebenfalls noch 30%
  • Der Vertrag darf ohne Zustimmung der Models für 2 Jahre verlängert werden
  • Diese Rechte dürfen auch an die Heidi Klum GmbH & Co. KG weitergegeben werden, somit verdient die Familie Klum mit
  • PR Auftritte der Topmodels müssen für ProSieben KOSTENLOS für 1 Jahr absolviert werden

ProSieben-Sprecher Christoph Körfer nennt die Germany’s next Topmodel Klauseln “klassischer Künstlervertrag” und spricht von “marktüblichen Provisionen”.


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